Deutschland sucht seine Identität!Noch bis vor wenigen Jahren nahmen hierzulande Themen wie Patriotismus und Deutsche Identität kaum Raum in der öffentlichen Diskussion ein. Sie hatten den Anruch des ewig-Gestrigen und erregten den Pauschalverdacht Faschist zu sein. Der Nationalsozialismus hatte die Deutschen ihrer Identität beraubt. Bar dieser gesellschaftlichen Urerfahrung stürzten wir uns in Ost und West auf die Aufgabe ein Gegenbild zu diesem blutigsten Teil unserer Geschichte erstehen zu lassen und wurden dann nach der Wiedervereinigung zu Muster-Europäern. Zu Beginn des neuen Jahrtausends tauchte sie dann wieder auf, die lange verdrängte Frage nach der eigenen Identität. Im Angesicht einer Wirtschaftlichen Rezession, die uns um unseren liebgeworden Wohlfahrts- und Wohlstandsstaat fürchten läßt, wurden die Fragen nach dem Selbstbild und den gesellschaftlichen Zielen wieder neu gestellt. Und auch die anstehende Fußballweltmeisterschaft tat ihr übriges um den Boden für Aktionen wie „Du bist Deutschland“ zu bereiten. Der Weg hin zu einem neuen SelbstverständnisDas Problembewußtsein ist also da, nur fehlt es an einer schlüssigen Strategie zur Entwicklung eines neuen gesellschaftlichen Selbstverständnisses und dem Bekenntnis zur eigenen Identität. All zu oft beginnt man damit eine unklares Bild nach außen zu kommunizieren, bevor im Inneren überhaupt ein Identitätsfindungsprozeß stattgefunden hat. Und in diesem Prozeß wird dort, wo er stattfindet, allzu oft die Außenwahrnehmung vernachlässigt. Auf der Suche nach sie selbst darf man sich nicht nur mit sich selbst beschäftigen sondern sollte auch einmal versuchen die Außenperspektive einzunehmen. An genau diesen Punkten habe ich mit meiner Arbeit angesetzt >> |